6 Gründe für den Aufstieg der AfD. Der von CDU, SPD, Grünen und FDP ausgerufene „Kampf gegen Rechts“ ging mit Pauken und Trompeten verloren.

Nach der Landtagswahl in Thüringen 2019 kann man nur feststellen:

Wenn die etablierten Parteien so weiterkämpfen, katapultieren sie die AfD noch ins Bundeskanzleramt. 

Die erklärten Gegner von Björn Höcke waren in Wahrheit seine engsten Verbündeten und Wahlkampfhelfer. Der Mann wurde nicht nieder-, sondern großgekämpft. Monatelang bekam er mehr Aufmerksamkeit, dadurch mehr Gewicht und schließlich über 100 Prozent mehr Wählerstimmen als bei den vergangenen Wahlen. Jeder nur halbwegs unzufriedene Thüringer musste doch denken: Eine Medizin, die so bitter schmeckt, wirkt bestimmt. Die „Nazi Raus“-Rufe waren in den Ohren der Unzufriedenen die Hymne für einen Mann, der gegenüber der etablierten Politik maximales Nervpotenzial versprach.

Wenn es in der Politik gerecht zuginge, müsste Höcke nicht nur seinen Wählerinnen und Wählern, sondern auch vielen Journalisten und Bloggern danken.

Die nämlich agieren, als seien sie spät berufene Mitglieder des Widerstandskreises Weiße Rose und nicht Teil einer Berufsgruppe, die den Prinzipien von Unabhängigkeit und Aufklärung verbunden ist.

Schreiben, was ist.“

Das ist das Motto vieler heutiger Journalisten. In zahlreichen Verlagen und Redationen wurden die Mitarbeiter von Journalist auf Aktivist umgeschult.

Doch die effektivste Waffe gegen die AfD ist womöglich nicht die laute Stimme, sondern das scharf gestellte Gehör.

 

Hier die sechs Gründe für den Aufstieg der AfD:

 

Die Migration aus Afrika, Lateinamerika und den nahöstlichen Kriegsgebieten stößt in nahezu allen westlichen Staaten auf erhebliche Widerstände, auch in Deutschland. Die Politik versagt bei der Durchsetzung des gültigen Aufenthaltsrechts.

Die Integration in den Arbeitsmarkt kommt kaum voran. Von den seit 2016 rund 1,2 Millionen Menschen, die aus Nicht-EU-Staaten in Deutschland Asyl beantragt haben, hatten laut Bundesagentur für Arbeit im Sommer dieses Jahres Zweidrittel keinen Job. Nur die Integration in den Sozialstaat funktioniert reibungslos.

Viele Bundesbürger sind in Sorge um die ökonomische Zukunft. Zu Recht: Die Sozialsysteme werden überdehnt. Die Zukunftsfirmen des Digitalzeitalters sind in China und den USA angesiedelt. Neun Millionen Menschen arbeiten inzwischen laut DIW im Niedriglohnsektor – und zwar nicht in Indien, sondern bei uns.

Die Politik lässt Lehrer, Eltern und Kinder mit vorsätzlicher Lässigkeit im Stich. Der Lehrermangel ist chronisch. Der Zustand der Bildungseinrichtungen hat vielerorts das Niveau eines Drittweltlandes erreicht. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau beziffert den Investitionsstau mit 42,8 Milliarden Euro.

Die Stabilität der Sparguthaben ist im Zeitalter der Negativzinsen nicht gesichert. Laut DZ Bank haben sie dem Sparer seit 2010 einen Zinsschaden von 358 Milliarden Euro zugefügt, weil die Inflation über der Verzinsung liegt.

Die Bevölkerung sorgt sich um den Klimawandel, die Hysterie aber teilt sie nicht. Die Bürger wissen: Deutschlands Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß beträgt zwei Prozent. Unter den 20 Unternehmen, die in den vergangenen Jahrzehnten das meiste CO2 ausgestoßen haben, findet sich kein einziges deutsches. Eine 16-Jährige darf hysterisch sein, eine Bundesregierung nicht.

 

Fazit:

Der Aufstieg der AfD manifestiert das Versagen der anderen. So gesehen ist die AfD eine Defizit-Partei. Die Volksparteien haben erkennbar den Begriff der Mitte mit Mittelmäßigkeit übersetzt. Die Große Koalition regiert nicht links und nicht rechts, sondern ambitionslos. „Die politischen Primärfarben sind vergraut“. Seit über einer Dekade moderiert Kanzlerin Angela Merkel das Gleichgewicht der ungelösten Probleme. Und die AfD? Ist nicht die Partei der Abgehängten, sondern die Partei der Ungerhörten, die deshalb am Wahltag das Unerhörte tun.

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Ich lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN und TSINGTAOSTAMMTISCH. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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Ich lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN und TSINGTAOSTAMMTISCH. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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